Schriftliche Anfragen: Aktivitäten von „Invest in Bavaria“ in Oberfranken

Unsere Schriftliche Anfrage vom 24.03.2026 und die Antwort des Ministeriums für Wirtschafts findet ihr hier!

1.a) Wie viele konkrete Gewerbeflächen gab es in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr in den bayerischen Regierungsbezirken, die unter Beteiligung von Invest in Bavaria erschlossen wurden (bitte jeweils nach Regierungsbezirk und Fläche auflisten)?
1.b) Welche Art von Gewerbeflächen wurde in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr unter Mitwirkung von Invest in Bavaria in Oberfranken erschlossen (insb. unter Angabe der jeweiligen Fläche in Hektar, der Art der Nutzung, des betroffenen Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt, der beteiligten Projektpartner sowie der daraus resultierenden Ansiedlungen)?
1.c) Wie gestaltet sich der konkrete Prozess der Erschließung von Gewerbeflächen unter Beteiligung von Invest in Bavaria in Oberfranken (insb. unter Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte, der jeweiligen Zuständigkeiten, der Entscheidungs- und Auswahlkriterien sowie der beteiligten Akteure)?
Die Fragen 1 a bis 1 c werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Die Aufgabe von Invest in Bavaria besteht darin, Unternehmen für Ansiedlungen und
Erweiterungsinvestitionen in Bayern zu gewinnen und diese bei ihren Investitionsvor-
haben professionell zu betreuen. Die Unterstützung ansiedlungsinteressierter Unter-
nehmen bezieht sich dabei stets auf ansiedlungsreife Flächen. Die Erschließung von
Gewerbeflächen zählt nicht zu den Aufgaben von Invest in Bavaria.

2.a) Wie haben sich die Zahlen neu angesiedelter Unternehmen, die durch Invest in Bavaria betreut wurden, in den Jahren 2024 und 2025 jährlich und insgesamt entwickelt (aufgeschlüsselt nach Regierungsbezirken analog zu Drs. 19/2467, Anlage 1, Tabelle 1)?

Hierzu wird auf die Darstellung in Anlage 1 (Tabelle 1) verwiesen.

2.b) Welche Förderinstrumente, Unterstützungsangebote oder sonstigen Mittel werden für die in Drs. 19/2467, Anlage 1, Tabelle 1 genannten Projektarten in Oberfranken im Vergleich zu den anderen bayerischen Regierungsbezirken eingesetzt?

Invest in Bavaria unterstützt Unternehmen grundsätzlich bayernweit in einheitlicher Weise. In Kooperation mit den regionalen Gebietskörperschaften schlägt Invest in Ba- varia ansiedlungsinteressierten Investoren geeignete Standorte vor, berät zu Fördermöglichkeiten, vermittelt Kontakte zu den relevanten Netzwerken und unterstützt bei behördlichen Verfahren. Aufgrund der Förderkulisse der Regionalförderung ergeben sich für Teile Oberfrankens, die in den GRW-C- und den GRW-D-Fördergebieten (GRW = Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“) liegen, deutlich bessere Fördermöglichkeiten. Invest in Bavaria nutzt dies gezielt, um Unternehmen speziell für diese Regionen zu gewinnen.

2.c) Wie viele neue Arbeitsplätze entstanden durch Invest in Bavaria in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr in den einzelnen bayerischen Regierungsbezirken?

Hierzu wird auf die Darstellung in Anlage 2 (Tabelle 2) verwiesen.

3.a) Mit welchen konkreten Maßnahmen und strategischen Schritten wirbt Invest in Bavaria für Oberfranken als Wirtschafts- und Investitionsstandort?

Die Aufgabe von Invest in Bavaria ist es, Unternehmen für Ansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen in Bayern zu gewinnen und diese bei ihren Investitionsvorhaben professionell zu betreuen. Die proaktive Akquise von Unternehmen für Ansiedlungen und Erweiterungen folgt einer thematischen Fokussierung anhand der bayerischen Innovationsstrategie. Bei der Ansprache der  Unternehmen spielen die jeweils relevanten in Bayern vorhandenen Kompetenzen und damit verbundene Informationen zu Wertschöpfungsketten, geeigneten Flächen und dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. Im Zuge eines Abgleichs der Anforderungsprofile der Unternehmen mit den Kompetenzen (kompetenzbasierte Standortsuche) bringt Invest in Bavaria die einzelnen Regionen Bayerns als Standorte gegenüber den Investoren ins Spiel. Invest in Bavaria steht zu den regionalen Kompetenzen im regen Austausch mit den Akteuren in Oberfranken. Invest in Bavaria bietet allen Regionen an, Kompetenzprofile zu der jeweiligen Region zu erstellen und über die Kompetenzen sichtbarer zu werden. Die Kompetenzprofile sind u. a. über die interaktive Karte auf der Website von Invest in Bavaria abrufbar. Oberfranken kann u. a. mit Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau, neue Materialien, Automotive, Gesundheitswirtschaft, Kunststoffverarbeitung und additive Fertigung punkten. Um diese Kompetenzen potenziellen Investoren näherzubringen, beteiligt sich Invest in Bavaria u. a. an der Organisation von Delegationsbesuchen nach Oberfranken. Derzeit wird gemeinsam mit Germany Trade & Invest (GTAI) eine Delegationsreise von Medtech-Unternehmen aus UK in die oberfränkischen GRW-Regionen vorbereitet. Die Durchführung steht unter dem Vorbehalt einer ausreichend hohen Zahl teilnehmender Unternehmen. Darüber hinaus werden im Rahmen von internationalen Leitmessen für die Wertschöpfungsketten relevante Unternehmen identifiziert und angesprochen.

3.b) Welche konkreten Maßnahmen werden in Oberfranken ergriffen, um mehr Standortsicherungen zu erzielen?

Bei reinen Standortsicherungen werden regelmäßig keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen. Invest in Bavaria wirkt bei Standortsicherungen nur dann mit, wenn die
Gefahr einer Verlagerung aus Bayern heraus besteht (Standortkonkurrenz) und Invest in Bavaria dazu beitragen kann, diese abzuwenden. Invest in Bavaria versucht in derartigen Fällen, das Unternehmen beispielsweise durch das Aufzeigen geeigneter Fördermöglichkeiten am Standort zu halten.

3.c) Wie viele Standortbesuche mit interessierten Unternehmen fanden in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr durch Invest in Bavaria in Oberfranken statt (unter Angabe, in wie vielen Fällen diese Besuche in konkrete Ansiedlungen oder Projektumsetzungen mündeten, sowie im Vergleich zur entsprechenden Entwicklung in den übrigen bayerischen Regierungsbezirken)?

Eine statistische Auswertung bezogen auf die Zahl der jeweiligen Standortbesuche ist leider nicht möglich.

4.a) Wie viele Kontaktaufnahmen für Standorte in Oberfranken hatte Invest in Bavaria in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr (aufschlüsseln nach Branchen der Unternehmen)?

Eine statistische Auswertung bezogen auf die Zahl der Kontaktaufnahmen für Standorte in Oberfranken ist leider nicht möglich.

4.b) Wie viele Betriebe oder Unternehmen siedelten sich in den letzten zehn Jahren jeweils pro Jahr durch Invest in Bavaria in Oberfranken an (unter Angabe des Ursprungslands bzw. Bundeslands, der Branche sowie des Landkreises der Niederlassung)?

Hierzu wird auf die detaillierte Darstellung in Anlage 1 (Tabelle 1) verwiesen. Im Berichtszeitraum gab es IB-Projekte in allen neun oberfränkischen Landkreisen und in den vier kreisfreien Städten. Anhand des NACE-Codes (NACE = Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft) der von Invest in Bavaria betreuten Unternehmen handelte es sich dabei im Schwerpunkt um verarbeitendes Gewerbe, gefolgt von IuK sowie Dienstleistungen im freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Bereich. Die Unternehmen stammten überwiegend aus Deutschland, gefolgt von solchen aus Japan, den USA, der Schweiz und China.

5.a) Welche lokalen Akteure in Oberfranken bezieht Invest in Bavaria mit ein (aufschlüsseln nach Landkreisen)?

In Oberfranken steht Investoren ein breites Unterstützungsnetzwerk zur Verfügung, das unterschiedliche Kompetenzen bündelt. Invest in Bavaria arbeitet mit dem gesamten Netzwerk eng zusammen. Eine zentrale Rolle übernimmt die Regierung von Oberfranken, die insbesondere bei Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren unterstützt und als wichtige Schnittstelle
zur staatlichen Verwaltung fungiert. Als zuständige Behörde in Oberfranken für die Bewilligung der bayerischen Regionalförderung leistet die Regierung einen herausragenden Beitrag für oberfränkische Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekte, die von Invest in Bavaria betreut werden. Ergänzend dazu begleiten alle oberfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte mit
ihren jeweiligen Wirtschaftsförderungen Investitionsvorhaben auf operativer Ebene – etwa bei der Bereitstellung von Flächen, lokalen Standortinformationen und der Koordination vor Ort.
Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern unterstützen Unternehmen insbesondere in wirtschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Fragen und bieten Zugang zu regionalen Unternehmensnetzwerken. Darüber hinaus spielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region eine wichtige Rolle, etwa die Universität Bayreuth, die Hochschule Coburg und die Hochschule Hof, die als Kooperationspartner für Forschung, Entwicklung und Fachkräftegewinnung zur Verfügung stehen.
Weiterhin steht Invest in Bavaria in Kontakt zur LfA Förderbank, zu den Gründerzentren in Oberfranken sowie dem Cleantech-Cluster. Projektbezogen werden auch die jeweiligen Landräte und Bürgermeister eingebunden, etwa bei Standortbereisungen.

5.b) Wie läuft die Abstimmung von Invest in Bavaria mit lokalen Akteuren in Oberfranken konkret ab?

Die Abstimmung mit den lokalen Akteuren findet in verschiedenen Formaten statt. Neben der telefonischen und schriftlichen Kommunikation finden auch regelmäßig Videokonferenzen und Vor-Ort-Termine statt. Nach Möglichkeit nimmt Invest in Bavaria auch an Veranstaltungen teil.

5.c) Welche Unterstützungsangebote gibt es dabei vor Ort?

Die Zusammenarbeit von Invest in Bavaria mit lokalen Akteuren in Oberfranken erfolgt strukturiert und eng vernetzt über mehrere Ebenen:
Ein zentraler Baustein ist der kontinuierliche Austausch mit den regionalen Wirtschaftsförderungen. Hierzu zählen regelmäßige Abstimmungen mit Landkreisen, Städten sowie lokalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften zu konkreten Projekten, aktuellen Planungen und verfügbaren Gewerbe- und Industrieflächen. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Akquisetätigkeit und die Bestandskundenentwicklung von Invest in Bavaria ein. Bei konkreten Ansiedlungsvorhaben erfolgt eine frühzeitige projektbezogene Einbindung der regionalen Partner. Investorenanforderungen werden strukturiert weitergegeben und passende Flächen sowie Immobilien systematisch bei den zuständigen Akteuren abgefragt und abgestimmt.
Ergänzend wird auf bestehende Netzwerke zurückgegriffen. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit Clustern, Kammern (z. B. IHK und HWK), Hochschulen sowie weiteren regionalen Initiativen, um Kompetenzen zu identifizieren und geeignete Kooperationspartner einzubinden. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch im Rahmen von Netzwerktreffen, Fachveranstaltungen und regionalen Wirtschaftsförderungsrunden statt. Invest in Bavaria beteiligt sich aktiv an diesen Formaten oder organisiert sie teilweise auch selbst, um
den Informationsfluss zu sichern und die regionale Zusammenarbeit weiter zu stärken.

6.a) Wie berücksichtigt Invest in Bavaria die regionalen Unterschiede zwischen den einzelnen Regierungsbezirken bei seiner Arbeit?

Invest in Bavaria steht in regelmäßigem und intensivem Austausch mit den Wirtschaftsförderungen der verschiedenen bayerischen Regionen. Die unterschiedlichen regionalen Kompetenzen sowie verfügbaren Flächen hat Invest in Bavaria so stets im Blick und bietet auf dieser Grundlage ansiedlungsinteressierten Unternehmen bayernweit passgenaue Standorte in den Regionen an.

6.b) Vor welchen besonderen Herausforderungen steht Invest in Bavaria speziell bei seiner Arbeit in Oberfranken?

In rund 80 Prozent der von Invest in Bavaria begleiteten Projekte haben sich die Investoren bei Kontaktaufnahme mit Invest in Bavaria bereits für eine bestimmte Region in Bayern entschieden und möchten sich dort ansiedeln oder erweitern. Aufgrund ihrer internationalen Verkehrsanbindung, bestehender industrieller und branchenbezogener Netzwerke sowie der Existenz bestimmter Communities aus den Herkunftsländern der Investoren werden dabei häufig Standorte ausgewählt, die außerhalb Oberfrankens liegen. In solchen Fällen ist es Invest in Bavaria regelmäßig nicht möglich, die Investoren nach Oberfranken „umzulenken“. Die oberfränkischen Regionen sind bestrebt, die Sichtbarkeit ihrer vielfältigen indus- triellen und technologischen Stärken weiter zu verbessern, um dadurch die Ansprache internationaler Investoren zu erleichtern. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Investorenakquise durch Invest in Bavaria Erfolg haben kann. Ein weiterer Aspekt ist die Flächenstruktur: Große, zusammenhängende Gewerbe- und Industrieflächen sind vergleichsweise selten verfügbar. Stattdessen gibt es zahlreiche
kleinere, dezentral verteilte Flächen, was die passgenaue Vermittlung für größere Ansiedlungsvorhaben erschwert und die Standortsuche komplexer macht.

6.c) Wie reagiert Invest in Bavaria auf die in Frage 6 b genannten regionalen Herausforderungen?

Invest in Bavaria begegnet diesen Herausforderungen durch einen engen und kontinuierlichen Austausch mit den regionalen Wirtschaftsförderungen, um ein gemeinsames Bewusstsein für spezifische Standortthemen zu schaffen und abgestimmte Lösungs- ansätze zu entwickeln. Die interaktive Kompetenzkarte und die regionalen Kompetenzprofile sind Instrumen-
te, um die in den Regionen vorhandenen Kompetenzen besser herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Zusätzlich arbeitet Invest in Bavaria im Bereich Akquise und Investorenbetreuung mit KI-Analysen, um die Kompetenzen von Regionen besser erfassen und darstellen zu können. Darüber hinaus werden digitale Instrumente wie das Standortportal Bayern genutzt, um verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen transparent darzustellen und die Vermittlung geeigneter Flächen für Investoren effizienter zu gestalten.

7.a) Was sind die genauen Zuständigkeiten der Außenstelle in Hof innerhalb der Ansiedlungsagentur Invest in Bavaria?

Die Mitarbeiter von Invest in Bavaria an den drei Standorten Hof, München und Nürnberg sind für Bayern als Ganzes tätig und nehmen unabhängig von ihrem Dienstort die gleichen Aufgaben wahr. Die drei Standorte – so auch das Büro in Hof – sind keine eigenen Organisations- einheiten, sondern an allen Standorten sind Mitarbeiter sämtlicher Organisationseinheiten (Business Units) beschäftigt. Damit ist Invest in Bavaria mit der gesamten fachlichen und thematischen Breite in der Außenstelle Hof präsent. Das Büro in Hof eignet sich darüber hinaus in besonderer Weise, den Kontakt mit den oberfränkischen Akteuren zu intensivieren und Projekte in und mit der Region zu realisieren.

7.b) Welche konkreten Maßnahmen im Vergleich zur Stelle in München ergreift die Außenstelle von Invest in Bavaria in Hof, um insbesondere in Oberfranken Unternehmen anzusiedeln?
Die flächendeckende Präsenz von Invest in Bavaria ermöglicht regelmäßige Kontakte zu den Akteuren in allen bayerischen Regionen. In diesem Zusammenhang erleichtert
die Außenstelle Hof Invest in Bavaria den Zugang zu Partnern und Netzwerken sowie Unternehmen in Oberfranken und den angrenzenden Regionen. Davon profitieren die Betreuung von Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben sowie die Bestandskundenentwicklung in der Region. Der enge Kontakt zu lokalen Akteuren gewährleistet einen schnellen Austausch über
die spezifischen Kompetenzen der Regionen. Diese Kenntnis ist für Invest in Bavaria unverzichtbar, um bei der gezielten Akquise von Neuansiedlungen alle Kompetenzen Bayerns und seiner Standorte ins Spiel zu bringen. Indem Mitarbeiter aus allen Organisationseinheiten in der Außenstelle Hof vertreten sind, werden Informationen über regionale Kompetenzen, geeignete Standorte und Partner im gesamten Team von Invest in Bavaria verbreitet.

7.c) Wie viele Beschäftige waren in der Außenstelle von Invest in Bavaria in Hof in den Jahren seit der Gründung 2018 jeweils pro Jahr angestellt?

Der Außenstelle Hof wurden bei ihrer Gründung im Jahr 2018 insgesamt 2,5 Planstellen zugeordnet. Seit dem Jahr 2024 wurden Vakanzen gezielt dazu genutzt, die Nachbesetzungen nicht am Standort München, sondern in Hof und Nürnberg vorzunehmen. Damit sollen die Außenstellen gestärkt, thematisch breiter aufgestellt und voll in die Arbeit des gesamten Teams von Invest in Bavaria integriert werden. Seit 2024 sind der Außenstelle Hof insgesamt vier Investorenbetreuer zugeordnet, die dort ihren Dienstort haben.

8.a) Wie viele Projekte wurden durch Invest in Bavaria im Büro in Hof in Oberfranken seit dessen Gründung jeweils pro Jahr betreut (unter Angabe der jeweiligen Projektart, Branche, Herkunft des Unternehmens, betroffenen Region sowie des aktuellen Projektstatus)?

Aufgrund der übergreifenden Organisationsstruktur von Invest in Bavaria verstehen sich die drei Standorte in München, Nürnberg und Hof jeweils nicht als eigene Organisationseinheiten (vgl. Antwort zu Frage 7 a). Alle von Invest in Bavaria betreuten Projekte werden daher gemeinsam statistisch erfasst und dabei nicht einem bestimmten Büro zugeordnet.

8.b) Wie viele der von Invest in Bavaria in Hof unterstützten Unternehmen, die sich in Oberfranken angesiedelt haben, sind in den Jahren seit der Gründung der Stelle in Hof jeweils pro Jahr abgewandert?

Ein systematisches Screening abgeschlossener Investitionsprojekte erfolgt nicht. Invest in Bavaria besitzt nicht das Recht, von den Unternehmen Auskünfte zu verlangen, ob sich deren Geschäftstätigkeit wie geplant entwickelt. Informationen zu möglicherweise abgewanderten Unternehmen liegen nicht vor.

8.c) Wie hat sich die genaue Finanzmittel- und Personalausstattung von Invest in Bavaria über die letzten zehn Jahre entwickelt (bitte aufschlüsseln nach den Standorten München, Nürnberg und Hof)?

Die Entwicklung und Verteilung der Planstellen (Manager Investorenbetreuung) bei Invest in Bavaria bei Bayern International stellt sich wie folgt dar:

Seit dem Jahr 2024 wurden Vakanzen gezielt dazu genutzt, die Nachbesetzungen nicht am Standort München, sondern in Hof und Nürnberg vorzunehmen. Damit sollen die Außenstellen gestärkt, thematisch breiter aufgestellt und voll in die Arbeit des gesamten Teams von Invest in Bavaria integriert werden. Die Finanzmittel von Invest in Bavaria bei Bayern International sind seit dem Jahr 2022 im Wirtschaftsplan von Bayern International „Bayern International – Inland“ enthalten. Eine konsistente Darstellung der Finanzmittel von Invest in Bavaria bei Bayern International ist daher ab diesem Zeitpunkt möglich: