(Bayreuth, 15.07.2026) Am morgigen Donnerstag befasst sich der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags mit der prekären Finanzlage der Gemeinde Bad Alexandersbad. Für den finanzpolitischen Sprecher der Landtags-Grünen Tim Pargent steht fest: Der Freistaat trägt eine große Mitverantwortung für die Entwicklung und muss sich nun an einer langfristigen Lösung beteiligen.
MdL Tim Pargent: „Die Staatsregierung hat die Entwicklung Bad Alexandersbads nicht nur finanziert, sondern über Jahre aktiv mitgestaltet. Sie hat den Ort gefördert, ausgezeichnet und gerne als Erfolg präsentiert. Jetzt, wo die Gemeinde finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, dürfen sich Söder und sein Kabinett nicht vom Acker machen. Stattdessen müssen Freistaat und Kommune wieder im Schulterschluss handeln – mit frischem Kapital für eine geordnete Entschuldung und einer langfristigen Perspektive für das ALEXBAD und die Kuranlagen.“
Für Pargent hätte der Freistaat deutlich früher handeln müssen: „Spätestens seit 2020 war bekannt, dass das ALEXBAD dauerhaft nicht kostendeckend betrieben werden kann. Dass wir erst sechs Jahre später ernsthaft über tragfähige Lösungen sprechen, ist viel zu spät. Die Staatsregierung war beim Erfolg gern ganz vorne mit dabei. Jetzt muss sie auch Verantwortung übernehmen, wenn die Rechnung auf dem Tisch liegt.“
Zum Hintergrund:
Bad Alexandersbad hat derzeit einen Schuldenstand von rund 24 Millionen Euro. Der Freistaat hat die Entwicklung der Gemeinde in den 2010er Jahren maßgeblich mitgestaltet und die Sanierung der Ortsmitte sowie des ALEXBADs mit hohen Fördermitteln unterstützt. Bereits seit 2020 liegt ein externes Gutachten vor, das dem ALEXBAD ein dauerhaftes strukturelles Defizit bescheinigt. Seitdem hat sich die finanzielle Lage der Gemeinde weiter verschärft. Eine ausreichende Unterstützung des Freistaats, etwa über Stabilisierungshilfen oder Bedarfszuweisungen, blieb weitestgehend aus.