Viele Krisen – und doch Kultur!

So ließe sich vermutlich ein Fazit vom Abend „Viele Krisen, kaum Kultur?!“ zusammen mit meiner Kollegin und kulturpolitischen Sprecherin Sanne Kurz ziehen. Neben spannenden Gesprächen auf dem Podium mit Fanny Schmidt-Steingraeber (Klaviermanufaktur Steingraeber) und Matthias Mayer (Kunst- und Kulturhaus Neuneinhalb) gab es auch viel Diskussionsbedarf aus dem Publikum.
 
Wie genau soll das mit dem Kulturpass jetzt laufen? Warum finanzieren manche Kommunen so viele Kulturprojekte und andere lehnen meinen Antrag ab? Sollte Kulturförderung nicht kommunale Pflichtaufgabe werden? Warum liegt der Median beim Einkommen aus selbsständiger Kunst bei gut 2.000 Euro (im Jahr!)?
 
Deutlich ist: Bayreuth hat eine sehr reichhaltige Kulturszene, besonders die Off-Kultur, also subkulturelle Initiativen wie beispielsweise das Kunst- und Kulturhaus Neuneinhalb oder das studentische Glashaus Bayreuth sind aber voll und ganz auf umfangreiche ehrenamtliche Arbeit gestützt. Damit verbunden: niedrige Gagen für Künstler:innen, kaum Geld für Spielstätten und Stress im Ehrenamt. Außerdem kollidieren teils Bundes- und Landesförderprogramme und überbieten sich gegenseitig in bürokratischen Hürden oder sind einem Großteil der Künstler:innen gar nicht bekannt.
 
Es gibt also viel Arbeit – Bayern braucht einen Kulturentwicklungsplan, klare Richtlinien zur Förderfähigkeit und muss die Kommunen darin unterstützen, beim Haushalt nicht an Kultur und Kunst zu sparen!
 

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