Am dritten Tag der Haushaltsdebatten zum Doppelhaushalt 2026/27 habe ich den Fokus auf einen Bereich gelegt, der oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt – unsere Finanzverwaltung. Ohne die Arbeit der vielen engagierten Beamtinnen und Beamten wären alle Diskussionen über den Haushalt letztlich hinfällig. Sie sorgen dafür, dass Steuern gerecht erhoben werden und unser Staat überhaupt handlungsfähig ist. Dafür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank. Doch ein Blick in den Haushaltsentwurf zeigt: Die Realität sieht anders aus. Statt unsere Finanzverwaltung zu stärken, lässt die Staatsregierung sie im Stich. Personalmangel, steigende Arbeitsbelastung und fehlende Perspektiven führen dazu, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen den Dienst verlassen. Für mich ist klar: So kann es nicht weitergehen. Unsere Steuerverwaltung spielt im übertragenen Sinne wie eine Fußballmannschaft in Unterzahl – und soll trotzdem gewinnen. Echte Wertschätzung sieht anders aus. Ich fordere deshalb eine rechtzeitige und vollständige Übernahme des aktuellen Tarifabschlusses auch für unsere bayerischen Beamtinnen und Beamten. Eine starke Finanzverwaltung ist kein Luxus, sondern die Grundlage für einen funktionierenden Staat. Dafür müssen wir jetzt die richtigen politischen Entscheidungen treffen.