Das Praktikum, auf das ich mich schon lange gefreut habe und demensprechend auch Erwartungen an mich und an das Praktikum selbst hatte geht nun zu Ende. 8 Wochen war ich zwischen Landtag und Homeoffice tätig im Büro Tim Pargent.
Was ich erwartet habe und was ich vorgefunden habe?
Mit dem Ziel mehr über einen Themenbereich zu erfahren, mit dem ich mich vorher sehr wenig ausgekannt habe, habe ich mich also bei Tim als Finanzpolitischer Sprecher beworben. Schließlich stand in der Ausschreibung „Keine Vorkenntnisse in Finanzpolitik erforderlich“. Und so war es auch letztlich. Sowohl Tim als auch sein Team haben mir bis zum Ende die Zeit und die Ressourcen gegeben, damit ich den Wissenstand erlange, den ich heute habe. Schlussendlich renne ich nicht mehr kreischend weg, wenn ich das Wort „Finanzen“ oder „Haushalt“ höre und um ehrlich zu sein habe ich sogar gefallen dran gefunden. Erwartet hatte ich bereits die enorme Wichtigkeit von Finanzpolitik, aber zu sehen, wie viel das Thema eigentlich umfasst und was Tim alles an Parlamentarischen Initiativen mitgestaltet, hat meinen Eindruck nochmal um vielfaches gestärkt.
Dazu beigetragen hat auch der Fakt, dass ich von Anfang an mitgestalten durfte. Meine unterbewusste Erwartung, dass meine Hauptaufgaben darin bestehen werden Tim in Ausschüsse, AKs und zum Plenum zu begleiten hätte sich nicht mehr widerlegen können. Vielmehr habe ich die Aufgabe übernommen, durch tiefergreifende Recherchen die Vorarbeit dieser Sitzungen zu machen. Anfragen, Berichte, Pressemitteilungen und bestimmte Zeitungen, die ich täglich aufgearbeitet habe, die mir nicht nur themenspezifisches, sondern auch parlamentarisches Wissen gegeben haben. Dabei waren Tim und sein Team bei allen (auch manchmal überflüssigen) Fragen ansprechbar und stets geduldig. Das alles bedingt durch meinen Eindruck, dass Tims Ziel für mich immer war, so viel an Erfahrung und Eindrücken durch das Praktikum zu sammeln, wie ich kann.
Mein Ziel war es aber auch Bereiche, in denen ich mich gut auskenne, gezielt einzusetzen, um etwas beitragen zu können. Also habe ich als Projekt mir Social Media genommen, How-Tos erstellt und auch aktiv mitgewirkt und die Website mitgestaltet.
Ob ich nicht auf mal Kaffee kochen musste? Tatsächlich ein Mal: vor der Aufnahme eines Podcast. Etwas womit ich nämlich nicht gerechnet hatte; wie viel Freiraum für Projekte ich bekommen werde, was sich aber schon am ersten Tag meines Praktikums gezeigt hat. Bei der Teambesprechung wo jede*r sein sogenanntes „Projekt der Woche“ vorstellen kann, habe ich irgendwann vorgeschlagen einen Podcast aufzunehmen, um eine Plattform zu schaffen, in der Tim einfach mal quatschen kann. Viel zu selten ist nämlich das Thema Finanzen auf der gesellschaftlichen Agenda, viel zu wenig wird darüber gesprochen. Tims Antwort, nachdem ich das Konzept vorgestellt habe war „mach mal“, was zeigt, wie viel Freiraum er für jede*n Einzelne*n gibt. Also habe ich mich drum gekümmert von null auf einen Podcast auf die Beine zu stellen, was ich nun als mein „Praktikumsprojekt“ stolz verkünden kann.
Nicht zuletzt habe ich in einem so koordinierten und organisierten Team, in dem trotzdem noch Platz und Verantwortungen für mich gab, gelernt, wie ein Büro funktioniert, sodass ich nun in die Berufswelt einsteigen kann.