Eine Doppelstunde Politikunterricht der anderen Art mit MdL Pargent am Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz
Vom Berufsbild „Abgeordneter“ bis hin zu aktuellen politischen Fragen – alles, was die Schüler schon immer mal wissen wollten, konnten sie kürzlich bei der Diskussionsrunde im Marktredwitzer Otto-Hahn-Gymnasium loswerden. Tim Pargent, der junge Bayreuther Landtagsabgeordnete, stand den drei zehnten Klassen dabei Rede und Antwort. Im Hintergrund: Der Schulleiter, Oberstudiendirektor Stefan Niedermeier und einige Lehrkräfte, die sie ermunterten, die Gelegenheit zu nutzen und ihre Themen einzubringen.
Das Interesse der jungen Menschen war breit gefächert: Sowohl Rahmenbedingungen der Abgeordnetenarbeit, wie die Wohnsituation der Amtsinhaber, als auch brandaktuelle Themen standen auf dem Programm. Von Energiegewinnung und -handel bis hin zu Bürokratieabbau wurden Diskussionen und Lösungsansätze kritisch beleuchtet sowie verschiedene Perspektiven dazu ausgetauscht.
Dabei waren die Schüler, auch durch ihre Erfahrung in Ehrenämtern, gut informiert. Im Gespräch erhielten sie neue Einblicke in den politischen Alltag sowie die Hintergründe von Gesetzgebung und staatlichen Entscheidungen. „Für jede Vorschrift gab es einen guten Grund“, erläuterte Pargent. Die aktuelle Aufgabe bestehe darin, abzuwägen, inwiefern diese Gründe noch bestehen oder die Belastung der Menschen durch bürokratische Anforderungen im Verhältnis zu dem Ergebnis stünden. Aktuell gebe es im Landtag hierzu eigens eine Enquete-Kommission, die genau das bereichsweise prüfe.
Besonders interessant für die junge Generation: die aktuelle Diskussion um eine neue Wehrpflicht und die Lösungsansätze, die von den verschiedenen politischen Vertretern gemacht werden. Hier erklärt der Landtagsgrüne: „Ich sehe das Thema heute anders als damals, als ich selbst Schüler war: Heute finde ich einen Beitrag für eine gemeinsame und starke Gesellschaft eine gute Sache. Diese sollte aber zeitlich flexibel sein und nicht allein die jungen Leute treffen, sondern sich an alle Generationen richten.“
Immer wieder fühlten Schüler dem aktuellen Zeitgeist auf den Nerv, wie beispielsweise mit einer Frage, die sich momentan Viele stellen: „Wie kann die Politik es verhindern, dass extreme Parteien Zulauf erhalten, ohne die Demokratie zu schwächen?“ Dabei fällt die Antwort eindeutig aus: „Es braucht mehr Zusammenarbeit aller demokratischen Parteien bei großen Entscheidungen. Auch wenn politische Meinungsvielfalt notwendig ist, sollten fundierte Debatten keinesfalls unsinnigen Parteiwettstreitigkeiten weichen“, findet Pargent. „Demokratie ist eine Gemeinschaftsaufgabe!“