Das Wohnungsbauprojekt der staatlichen BayernHeim auf dem Gelände der ehemaligen Röhrenseekaserne in Bayreuth kommt nicht voran. Wie eine Anfrage des Bayreuther Landtagsabgeordneten Tim Pargent (GRÜNE) ergab, liegt für den zweiten Bauabschnitt zwar ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor – doch der für 2026 geplante Baubeginn ist ungewiss. Eine Bewilligung im Rahmen der einkommensorientierten Wohnraumförderung (EOF) durch die Bayerische Staatsregierung steht weiterhin aus.
„Seit Jahren hören wir Ankündigungen, aber beim zweiten Bauabschnitt tut sich nichts“, kritisiert Tim Pargent. „Gerade in Zeiten explodierender Mieten ist es völlig unverständlich, dass die staatliche Wohnungsbaugesellschaft ihre Projekte nicht zügig umsetzt. Der Freistaat muss endlich liefern – und zwar dort, wo der Bedarf am größten ist.“
Auch die Bayreuther Grünen-Stadträtin Sabine Steininger zeigt sich enttäuscht: „Das Gelände an der Röhrenseekaserne ist ein zentraler Baustein für bezahlbaren Wohnraum in Bayreuth. Wenn die BayernHeim hier nicht vorankommt, verlieren wir wertvolle Zeit.“ Sie fordert, dass die Staatsregierung die Verfahren beschleunigt und endlich klare Prioritäten setzt.
Für die Grünen ist das Ausbleiben des Baubeginns ein Sinnbild für die zögerliche Wohnungsbaupolitik des Freistaats. „Während in Ballungszentren und Universitätsstädten der Druck auf dem Wohnungsmarkt wächst, kommt die staatliche Baugesellschaft nicht voran“, so Pargent. „Bayreuth braucht keine weiteren Versprechen, sondern sichtbare Fortschritte auf dem gesamten Areal der Röhrenseekaserne.“
Anlagen
Anfrage zum Plenum Pargent BayernHeim
Schriftliche Anfrage Drucksache 19 / 7792 „Günstig wohnen mit der BayernHeim?“