Mit Münchberger Wurzeln die Potenziale der Region entdecken!

Zusammen mit unserem Interims-Fraktionsvorsitzenden Johannes Becher war ich in seinem Geburtsort Münchberg unterwegs, wo wir einen Blick auf aktuelle Herausforderungen von Stadt und Region werfen durften. Da Johannes in Münchberg geboren ist und nach wie vor Familie in der Region hat, waren es Termine mit einem ganz besonderen Ortsgefühl.

Herzlich empfangen wurden wir von Bürgermeister Christian Zuber, der uns auch auf unserem Rundgang durch Münchbergs Geschichte begleitete. Dabei zeigte uns der Historiker Dr. Adrian Roßner vom Verein MünchBürger e.V. die wichtigsten Stationen der Stadtgeschichte. Angefangen bei den unterschiedlichen Stadtwappen und bis hin zu besonderen und witzigen „Gschichtla“ der Stadt. Spannenderweise hatten Stadt und Region bereits in industrieller Zeit bestens funktionierende lokale Wertschöpfungsketten und eine dezentrale Energieversorgung! 

Danach führte unser Weg zum Grünen Zentrum, wo wir mit Vertreter*innen des Bayerischen Bauernverbands und des regionalen Handwerks eine Gesprächsrunde zu den aktuell brennenden Themen führten:  Von der Energieversorgung über den massiven Arbeitskräftemangel bis zu bürokratischen Hürden gab es einiges zu besprechen. Diese Themen nehmen wir gerne mit in den Landtag!

Qualität statt Quantität: Welche Chancen bietet sanfter Tourismus für unseren Frankenwald?

Unter diesem Motto stand unser Themenabend im Münchberger Hopfenhäusla, wo wir über 50 Gäste begrüßen durften. Unsere Referierenden, Expert*innen auf ihrem Gebiet, zeigten uns verschiedene Perspektiven auf Tourismus und Nachhaltigkeit. Andreas Bayer, Gebietsbetreuer im Frankenwald und Mitarbeiter der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken, stellte uns die aktuellen Herausforderungen des Waldes sowie deren Auswirkungen auf den Tourismus vor und zeigte Potenziale wie auch Verbesserungsvorschläge für einen ökologisch nachhaltigen Tourismus auf.

Andrea Möller vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr in München stellte uns (online zugeschaltet) die Ergebnisse der Untersuchung von Synergieeffekten zwischen nachhaltigem Tourismus in Biosphärenreservaten und in der Regionalentwicklung vor.

Die anschließende Diskussionsrunde zeigte, wie sehr wir den Nerv getroffen haben. Die Gäste brachten viele Ideen zu Lückenschlüssen in regionalen Wertschöpfungsketten ins Gespräch. Auch Positivbeispiele wurden hervorgehoben: der Hofer Landbus und der landkreisübergreifende Fahrradbus sind hier zu nennen. Letztlich bleibt aber die klare Forderung an die Politik, Ehrenamtliche und Unternehmen vor Ort institutionell zu unterstützen – sei es bei der Instandhaltung von Wanderwegen oder beim Aufbau von Netzwerken und Lieferketten. Gerne bleiben wir in Kontakt und arbeiten an diesen Punkten!

Vor dem Hintergrund des von vielen unterstützten sanften Tourismus lehnen wir den Bau der überdimensionierten Frankenwaldbrücken entschieden ab. Viele Besucher in das sensibelste Naturschutzgebiet des Landkreises zu lotsen, hat mit ökologischer Besucherlenkung wenig zu tun. Stattdessen fordern wir Fördermittel für den weiteren Ausbau des nachhaltigen Tourismus im gesamten Frankenwald.

Danke für euer Kommen und eure engagierten Beiträge zum Thema!

 

Hier noch einige Eindrücke des Tages:

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